Ostfassade des Zehnthauses in Schweigen-Rechtenbach
Kulturdenkmal · RLP
Bez. 1593
Deutsche Weinstraße
Gesamtanwesen zu verkaufen · Schweigen-Rechtenbach · Südpfalz

Zehnthaus &
Wohngebäude
& Scheune als Gesamtensemble

Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus von 1593 + Wohngebäude + Grundstück · Deutsche Weinstraße · Rheinland-Pfalz

Jetzt anfragen Objektdetails ansehen
Kaufpreis
Auf Anfrage
Gebäude
2 Objekte
Steuerförderung
§ 7i / § 10f
Zehnthaus erbaut
1593
Entdecken
Ostfassade Zehnthaus Schweigen-Rechtenbach

Ostfassade des Zehnthauses · Foto: V. Lübken / FH Potsdam, 2023

Zwei Gebäude –
ein einmaliges Ensemble

Zum Verkauf steht das gesamte Ensemble: das denkmalgeschützte Fachwerkhaus (Zehnthaus, bez. 1593), ein separates Wohngebäude sowie eine große Scheune – auf ca. 867 m² Grundstück in der malerischen Südpfalz, direkt an der Deutschen Weinstraße. Insgesamt stehen rund 380 m² Wohnfläche sowie ca. 200 m² Scheunennutzfläche zur Verfügung. Ein Anwesen dieser Art ist in der Region schlicht nicht zu finden.

Ob als Familiensitz mit Gästehaus, Weingut mit Wohnhaus, Pension oder kreatives Gesamtprojekt – die Kombination aus Kulturdenkmal, Wohngebäude und großer Scheune bietet außergewöhnliche Flexibilität.

Gesamtpaket: Kulturdenkmal + Wohngebäude + Scheune
-> Grundstück aus einer Hand
Wohngebäude sofort nutzbar – Zehnthaus mit großem Gestaltungspotenzial
Durch Gesamtkonzept bis zu 1000 qm Wohnfläche realisierbar
Steuerliche Förderung für Denkmal-Sanierung: § 7i / § 10f EStG
Traumlage: Deutsche Weinstraße, Elsass in 5 km, Reblandschaft
Holzgutachten, digitale Pläne, Sanierungskonzept & geschichtliche Dokumentation vorhanden – solide Planungsgrundlage
Entwurfsplanung zum Abriss/Neubau, sowie Ausbau der Scheune vorhanden
Zehnthaus erbaut
1593
Gebäude gesamt
2 Objekte
Denkmalstatus
Kulturdenkmal
Lage
Südpfalz
Wohnfläche gesamt
ca. 380 m²
Grundstück
ca. 867 m²

Vier Jahrhunderte Zeugnis

Das Zehnthaus ist ein beredtes Dokument der regionalen Bau- und Wirtschaftsgeschichte der Südpfalz. Als mutmaßliche Stätte der feudalen Zehnterhebung spiegelt es die gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Entstehungszeit wider. Die hölzerne Substanz – hauptsächlich Edelkastanie (Castanea sativa), Tanne (Abies alba) und Weißeiche – wurde durch mikroskopische Holzartenbestimmung eindeutig identifiziert.

802 n. Chr.
Karl der Große in Schweigen Im Jahr 802 weilte Kaiser Karl I. (Karolinger) im damaligen „suega" – dem heutigen Schweigen. Am 15. September stellte er hier eine Herrscherurkunde aus, die eine Schenkung thüringischen Besitzes an das Kloster Hersfeld bestätigte.
1360
Verkauf an die Stadt Weißenburg Die Vogtei Schweigen, lange Reichslehen der Adelsfamilie der Fleckensteiner, wurde am 22. Juli 1360 mit Genehmigung Kaiser Karls IV. an die Stadt Weißenburg verkauft.
1593
Erstnachweis des Zehnthauses Das Datum ist im Schlussstein des östlichen Rundbogenportals eingemeißelt. Das Gebäude diente vermutlich der feudalen Zehnterhebung und war zentraler Bestandteil der lokalen Wirtschaftsordnung.
1751
Geburt einer europäischen Ahnfrau Im Ortsteil Rechtenbach kommt Maria Salome Schweppenhäuser zur Welt – Urahnin von König Charles III. von England, König Juan Carlos von Spanien und Königin Louise von Schweden.
2022
Wissenschaftliche Untersuchung Masterthesis an der FH Potsdam: Ergänzung der Baugeschichte und Ausarbeitung einer Sanierungsstrategie.
Heute
Anwesen zum Verkauf Das Kulturdenkmal sucht eine neue Eigentümerschaft, die seine Substanz erhält und einer neuen Nutzung zuführt.

Besondere Baudetails

Das Zehnthaus gilt als eines der schönsten Häuser in Schweigen-Rechtenbach. Die Frontfassade trägt unter Zahlreichen zwei bemerkenswerte Schnitzereien – trotz Verwitterung noch deutlich erkennbar: links eine Blumenranke, die aus einem kleinen quadratischen Blumentopf emporwächst; rechts ein Wappen mit Weinblättern und zwei Seseln, die einander zugestellt fast wie ein Herz wirken.

Das Rundbogenportal an der Ostfassade trägt im Schlussstein die eingemeißelte Jahreszahl 1593 – ein direkt erhaltenes Zeugnis der Bauzeit. Das Gebäude steht über einem Hochkeller mit steinernen Kellerfensterschiebern, der dem Haus seine charakteristische Erscheinung verleiht. Eine weitere Seltenheit: Das Zehnthaus besitzt einen liegenden Dachstuhl – eine historische Dachkonstruktion, die dem unausgebauten Dachraum (ca. 80 m²) besonderes Gestaltungspotenzial verleiht. Für die Sanierung wurde u.a. innenseitige Ertüchtigung mit Wärmedämmlehm empfohlen – denkmalgerecht und zukunftsfähig.

Edelkastanie (Castanea sativa) Tragende Struktur
Tanne (Abies alba) Nachgewiesen
Weißeiche (Quercus) Nachgewiesen

Bestimmt per mikroskopischer Holzartenanalyse · FH Potsdam, 2022

Außenansicht Zehnthaus Fachwerkgefüge Detail

Aktuelle Aufnahmen · © M. Ringle  |  Fotos FH Potsdam: © V. Lübken 2023 · Zum Forschungsprojekt →

Das Zehnthaus ist durch historische Postkarten und Fotografien aus dem frühen 20. Jahrhundert dokumentiert. Deutlich erkennbar: das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Wirtschaftsgebäude, das früher straßenseitig angebunden war. Das Hauptgebäude überstand Kriegsschäden und wurde in den 1940er Jahren wiederaufgebaut.

Historische Ansicht ca. 1930 Zehnthaus mit Wirtschaftsgebäude 1931

Historische Fotografien · Quelle: Familienarchiv Ringle / Gemeindearchiv Schweigen-Rechtenbach

Der massive Hochkeller aus Bruch- und Lesesteinen ist über fünf Außentüren zugänglich und in vier Räume aufgeteilt. Die charakteristischen Sandstein-Schiebefenster – durch Verschieben von Sandsteinelementen zu öffnen – sind ein seltenes erhaltenes bauzeitliches Zeugnis. Im Inneren haben sich Putzschichten erhalten, die nach Einschätzung von Restaurator M. Ringle möglicherweise noch aus dem Jahr 1593 stammen.

Kellergewölbe Innenansicht Hochkeller Sandsteingewände Kellergewölbe Detailaufnahme Historischer Putzbestand im Keller Wandbefund Kellergeschoss

Dokumentationsfotos · © M. Ringle, Projektarbeit Akademie Schloss Raesfeld, 2024

Holzgutachten & digitale Pläne & Vorentwürfe bereits vorhanden

Die FH Potsdam hat das Zehnthaus bauhistorisch untersucht.
Die Putze wurden im Rahmen einer Abschlussarbeit zum geprüften Restaurator umfangreich untersucht.
Es liegt ein vollständiges lasergestützes Aufmaß des Zehnthauses vor. Zum Forschungsprojekt

Baualterspläne
Schadenskartierung
Sanierungskonzept
Fotodokumentation

Mehr als 1.200 Jahre Geschichte

Schweigen – das Dorf Karls des Großen

Schweigen ist über 1.200 Jahre alt. Im Jahr 802 war es – damals noch „suega" – Aufenthaltsort des Karolingers Karl des Großen. Am 15. September stellte Kaiser Karl I. hier eine Herrscherurkunde aus, mit der er thüringischen Besitz an das hessische Kloster Hersfeld schenkte. Der Name suega leitet sich vom althochdeutschen Wort für Viehhof ab; vermutlich ernährte der Ort einst das Kloster Weißenburg.

Lange war Schweigen eine Vogtei im Reichslehen der Adelsfamilie der Fleckensteiner, deren Stammburg in Lembach (Elsass) noch heute sehenswert ist. Mit Genehmigung Kaiser Karls IV. wurde die Vogtei Schweigen am 22. Juli 1360 an die Stadt Weißenburg verkauft.

„Das Zehnthaus – errichtet 1593 – steht damit in einer Ortschaft, die schon Karl dem Großen als bedeutsamer Ort galt."

Rechtenbach – Wiege europäischer Dynastien

Im Ortsteil Rechtenbach wurde am 29. November 1751 im Pfarrgässel Maria Salome Schweppenhäuser geboren – als vierte Tochter des lutherischen Pfarrers Heinrich Wilhelm Schweppenhäuser. Ihre Nachfahren finden sich in den bedeutendsten Königshäusern Europas:

König Charles III. von England (Ururururgroßmutter)
König Juan Carlos von Spanien (ebenfalls Ururururgroßmutter)
Königin Louise von Schweden, zweite Frau König Gustavs VI. Adolf

Maria Salome heiratete Friedrich Carl Emanuel Haucke und zog nach Schloss Seifersdorf bei Dresden. Ihre Enkelin Julia Haucke heiratete Prinz Alexander von Hessen-Darmstadt und wurde als Gräfin Battenberg in den Adelsstand erhoben – Begründerin des Hauses Battenberg / Mountbatten. Quellen: doerrenbach-pfalz.de

Alle wesentlichen Fakten

1593
Zehnthaus erbaut
2
Gebäude im Paket
867
m² Grundstück
§ 7i
Steuerl. Förderung

🏛 Zehnthaus (Kulturdenkmal)

  • Erstnachweis 1593
  • Bauweise Fachwerkbau
  • Besonderheit Rundbogenportal & liegender Dachstuhl
  • Hochkeller ca. 100 m² (unausgebaut)
  • Wohnfläche ca. 200 m²
  • Dachraum ca. 80 m² (unausgebaut)
  • Zustand Startklar für die Restaurierung
  • Heizung nicht vorhanden

🏠 Wohngebäude

  • Baujahr 1970
  • Bauweise Massivbauweise
  • Wohnfläche ca. 180 m²
  • Keller ca. 50 m²
  • Dachraum ca. 80 m² (unausgebaut)
  • Zimmer 6, sowie Küche, 2 WC's, 1 Bad
  • Zustand 2 Etagen ausgebaut
  • Heizung Energieträger Holz,
    Kupfer-Wandheizung,
    Gasanschluss vorhanden

🌿 Grundstück & Gesamtanlage

  • Adresse Landrat-Hoffmann-Str. 1
  • Grundstücksgröße ca. 867 m²
  • Garten / Hof Innenhof, kleiner Garten
  • Nebengebäude Scheune ca. 200 m²
  • Stellplätze 2 Garagenstellplätze
    4 Stellplätze
  • Erschließung vollständig erschlossen
    Hausanschlüsse neu verlegt

📋 Denkmal & Förderung

  • Denkmalstatus Kulturdenkmal RLP
  • Eintragung Denkmalliste RLP
  • Dokumentation vorhanden
  • Steuerertüchtigung § 7i EStG
  • Eigennutzer § 10f EStG
  • Energieausweis in Erstellung

Das Tor zur Deutschen Weinstraße

Deutsches Weintor Schweigen-Rechtenbach

Deutsches Weintor · Schweigen-Rechtenbach · © Adobe Stock

Schweigen-Rechtenbach · Verbandsgemeinde Bad Bergzabern · Rheinland-Pfalz

Schweigen-Rechtenbach liegt im äußersten Süden der Deutschen Weinstraße, direkt an der französischen Grenze zum Elsass. Die Gemeinde ist bekannt als südliches Eingangstor zur Deutschen Weinstraße – ein Weinort mit jahrhundertealter Kulturtradition inmitten der südpfälzischen Reblandschaft.

Das Anwesen liegt im Herzen von Schweigen-Rechtenbach – einem der charakteristischsten Orte der südlichen Weinstraße, eingebettet zwischen Rebhängen, Wald und dem Elsass.

Deutsche Weinstraße Südliches Eingangstor · Weintourismus · Radweg
Bad Bergzabern – ca. 10 km Kreisstadt · Infrastruktur · Bahnhof
Landau i.d.Pfalz – ca. 25 km Universitätsstadt · Bahnanbindung
Wissembourg (Frankreich) – 5 km Grenzüberschreitende Region · Elsass

Was dieses Anwesen entfalten kann

Die einzigartige Kombination aus historischer Substanz, wissenschaftlicher Dokumentation und pittoresker Weinstraßenlage eröffnet außergewöhnliche Perspektiven – vorbehaltlich denkmalbehördlicher Genehmigungen.

🏡

Exklusives Wohnhaus

Ein Zuhause, das kein zweites Mal existiert – mit originaler Fachwerksubstanz von 1593.

🍷

Weingut & Vinothek

Inmitten der Deutschen Weinstraße – ideal für weinkulturelle Nutzung mit historischem Charakter.

🏨

Boutique-Pension

Historisches Ambiente als unvergleichlicher USP für Gäste der Weinstraßenregion.

📐

Atelier & Kreativbetrieb

Ausstellungsräume, Werkstätten oder ein Kulturort mit unverwechselbarer Atmosphäre.

Als eingetragenes Kulturdenkmal sind Sanierungsaufwendungen nach § 7i EStG (Vermieter) bzw. § 10f EStG (Selbstnutzer) steuerlich begünstigt. Die vorhandene wissenschaftliche Dokumentation der FH Potsdam vereinfacht das Abstimmungsverfahren mit der Denkmalschutzbehörde erheblich. Bitte lassen Sie sich individuell steuerlich beraten.

Interesse am Zehnthaus?

Wir freuen uns über Ihr Interesse und stehen für Besichtigungstermine, sowie weiterführende Unterlagen gerne zur Verfügung.

Kaufpreis
Preis auf Anfrage
Kulturdenkmal · Steuerliche Förderung nach § 7i / § 10f EStG möglich

Direktkontakt: